Ein Bekannter von mir gab mir die Aufgabe das Arrangements von Bohemian Rhapsody exemplarisch anhand des Bieres zu erklären.
Ansatz – Approach
Analyse des Originals
Bestimmung des Zielkanals –> YouTube
Heraushören des Arrangements des Originals
Intro
Ballade
Solo
Opernteil
Hardrockteil
Outro
Heraushören der einzelnen Instrumentenspuren
Einrichten der DAW in Form eines Cubase-Projektes
Programmierung der MIDI Instrumente
Klavier
Schlagzeug
Festlegung der Tempospur
72 bpm
137 bpm
90 – 60 bpm
Aufnahme der Audiospuren
Bass
Solo-Gitarren
Riff-Gitarren
Gesangsspuren
Home-Mixing und -Mastering der Spuren
Ausleitung als WAV-Datei
Einrichtung eines Video-Editor-Projektes
Aufnahme von Handy-Videospuren vor einer Greenwall (Galaxy S9)
Schnitt und Arrangement der Videospuren
Produzieren des Videos
Upload zu YouTube
Lösung – Solution
Die Tempospur zeigt die unterschiedlichen Tempos zwischen 72 bpm, 137 bpm und dem langsamer werdenden Ende (von 92 bpm bis 63 bpm)
Intro
=====
Ist es ein Bierchen
in meiner Fantasie
Und macht mich sehr breit
König der Hydrologie
Führ es zum Hals
Fühl das Gerstenmalz
und zieeeeeeeeeeh
Ich brauch nur Bierchen
ich brauch keine Sympathie
Weils wie Wasser läuft
sich gut säuft
bisschen viel
schönes Spiel
Doch dort wo das Bier fließt
ist mir das egal - ich wills ich wills
Papa killte ein Pils
setztes an und trank es leer
und nun hab ich keines mehr
Balladenteil
============
Papa ich hatt' so nen Durst
doch scheinbar war dir der jetz völlig Wurst
Papa uhuuuhuuuu
Ich wollte ein Bier
doch du vernichtest es zu schnell
was soll das
lass es doch - lass es doch
ich will doch nur auch eins1
Zu spät schon alles leer
ich geh schiffen in das Meer
völlig durstig es ist schwer
Machts gut Saufkumpanen
ich muss jetzt gehen
lass euch hinter mir zurück
denn die Pflicht die ruft
Papa uhuuhuuuuu
ich such noch ein Bier
Manchmal wünscht ich ich wär nie geboren
Soloteil
========
(Solo)
Opernteil
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Ich sah die Silhouette einer Flasche
geh schnell hin
trink sie aus
bevor sie bald weg ist
denn wenn sie dann weg ist
hast du keines mehr - oje
Ich bin schneller, Ich bin schneller,
Ich bin schneller, Ich bin schneller,
Ich bin als du - gib mir das Pils
Ich bin ein armer Mann ständig such ich Bier
Er ist ein armer Mann ständig sucht er Bier
doch keiner gibt ihm mal ein Bierchen schnelll her
Helles Pils - dunkles Pils
ich trink es was solls
Er trinkt was solls
und darauf ist er stolz
lass ihn ruhig
Er trinkt was solls
und darauf ist er stolz
lass ihn ruhig
und darauf ist er stolz
lass ihn ruhig
Bier, Bier, Bier, Bier, Bier, Bier, Bier
Die Pizzaria Mama Mia Pizzaria hat schon zu
Der Belzebub, macht Heißhunger auf das Bier
Das Bier
Das Bier
Das Bier
Hardrockteil
============
So du denkst du lässt mich trocken sitzen und gehst
So du denkst dass ich dass schon irgendwie versteh'
Oh Baby - tu mir das nicht an baby -
Geh einfach raus - geh einfach raus du sollst gehn
Outro
=====
Ich trink auch mal Schnäppes - ich trink auch mal SChnäppes - ich trink auch mal Schnappes - und Bier
Oh nein – ich hab schon wieder ein Heim-Musikvideo verbrochen, dass die Welt nicht braucht 😀 … Aber wie soll man sonst auch die Social Funktionen von YouTube testen können? Die scheinen sich ja darauf zu beschränken, das man nur über Videos interagieren und Likes/Dislikes/Kommentare dort hinterlassen kann.
Da es ja scheinbar für YouTube-Neueinsteiger schwierig ist mit dem Suchalgorithmus ein entsprechendes Ranking zu erhalten, habe ich mal die Tipps befolgt und ein auffälliges Thumbnail, in dem ich eine Pseudo-Bierwerbung für ein Fuldaer Lokalbier mache (Frauenberger Frohnatur), erstellt . Ob sich die Leute / der Algorithmus davon überzeugen lässt ist allerdings noch fragwürdig ;-).
Wie gut dass das Internet voll von Verrückten ist, da fällt man doch selber gar nicht mehr auf:
Gitarre: Ich Bass: Ich Schlagzeug: Ich Gesang: Ich
Jared Dines macht z.Zt. einen Wettbewerb, bei dem man ein Solo über einen Song-Ausschnitt von ihm spielen soll. Der beste Shredderer erhält als Belohnung 500 $. Ich habe mal Just-For-Fun teilgenommen und hoffe das ich in seinem Video auf dem Channel auftauche :-).
Die wenigsten Musiker machen sich Gedanken über den kommerziellen Plastik-Pop, welcher für die Feiermeute auf Mallorca oder für die Apres-Ski-Macher im Schirm aufbereitet wird. Die Musik gilt als niveaulos und frivol, was die Urlaubsgedanken weg von Moral, Anstand und anderen Pflichten bringen soll.
Ich wollte mal die ganzen Meinungen aus den Foren verifizieren und habe mir wirklich erfolgreiche Ballermann-Hits vorgenommen, angehört und versucht meine persönlichen Schlüsse aus dem Material zu ziehen.
Was macht einen Ballermann-Hit aus? Ist er wirklich so primitiv, wie es manch einer vermutet?
Meine ersten drei Versuche
Wie die meisten Leser jetzt vermuten, benötigt man eine Musiksoftware wie Cubase als DAW mit einigen Software-Instrumenten oder „echten Hardwaresynthesizern“. Ich persönlich nutze ausschließlich Software-Instrumente (VST Instrumente), die ich in meiner DAW eingebunden habe. Die folgenden Softwareinstrumente kommen unter Cubase bei mir zum Einsatz
Groove Agent für den Beat
Presets von Sylenth1 für die Melodien und Euronsynth-Akkorden
Retrologue 2 für das Nachstellen von analogen Synthesizer-Sounds
Samples (Hey! Hou! Wooosh!!! usw…)
Einen Rauschgenerator (weißes Rauschen) für Riser-Sounds (also diese Wind-Woosh-Übergänge zwischen Song-Teilen)
Sidechain-Kompressoren für Bass und Riser-Sounds, damit die Kick möglichst unbelegt/frei und durchsetzungsfähig bleibt (habe ich noch nicht perfektioniert).
Hier meine Ergebnisse:
Platz 3 bei der Teilnahme am Recording.de Ballermann-Contest BSC22. Der Refrain kommt aus meinem „Wellerman Deutsch“-Video von Youtube was mittlerweile 2,6 Mio. Views und 1.000.000 Spotify Streams hat.
Mein Song: „Wenn ich Bier trink, dann bin ich froh“ mit Cubase Arrangement Das Gejubel habe ich von einem Video der Fans der isländischen Nationalmannschaft entnommen
Schonmal ein guter Anfang. BPM und Melodien passen, habe noch keine mehstimmigen Harmonien und keinen Millenial Whoop reingesungen. Die Performance lässt auch noch etwas zu wünschen übrig. Mikrofon: Mit einem SM-57 eingesungen, was ich hinter einem Pop-Schutz hatte
Hier ist noch etwas älterer Versuch mit einem anderem Lied:
Mikrofon: Mal mit den RHODE NT-1 eingesungen
Ein Rezept
Hier hatte einer das folgende Rezept veröffentlicht:
1. Da hätten wir die Geschwindigkeit. Sie ist wie alle Hits an einen bestimmten Herzrythmus des Menschen angelehnt. Und auch eine gewisse Kopfnickfrequenz muss eingehalten werden. Daher ist diese Art typischer Pop immer so um 125-130 bpm angelegt.
2. Dann hätten wir sanfte Instrumente. Was sie machen, ist klassisches Songwriting. Wichtig ist, dass sie nicht experimentell sondern funktionell sind. Bei der Mucke gehts nicht um Sounds, sondern um gefällige Harmonie.
3. Chords & Melodie (kein ACID-Geschranze, TB303-Riffs oder modulares Synthesizer-Gedudel….) Ohne Harmonien gehts mal GARNICH. Und hier dürften die meisten scheitern. Ein Hit schreibt man nicht mal eben einfach so. Hier sind absolut Kenntnisse von Harmonielehre und Melodiekomposition erfordderlich. Wer das nicht beherrscht.. soll Minimal machen.
4. Text Geht er nicht gut über die Lippen, – ist er zu lyrisch – zu verstrickt – zu künstlerisch – zu schicki micki, hat man verloren. Jeder kennt die Texte und das hat mehrere Gründe. Nicht weil sie dumm sind, sondern weil die Wort- und Satzstruktur und die Wortklänge in sich selbst stimmig sind und gut mit Zunge und Zähnen harmonieren.
5. Produktion Ist die Komposition im Kasten muss das ganze auch noch erstklassig klingen. Und zwar ausproduziert und perfekt gemischt. Das ist hier kein Rotz-Rock, sondern Hochglanz-Plastik-Pop.
von Ari (scheint mittlerweile im Forum gesperrt zu sein)
Die folgenden Texte kommen gut an
Frivole bis hin zu obszönen Texten
Verbindung mit ausgelassender Feierei und starkem Alkoholkonsum
Geld egal / keine Kohle / ab ins Dispo / scheiss auf dein Geld usw …
Metaphern über Sonne, Palmen, Strand und Meer auf Mallorca
Je einfacher und absurder der Text, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit die feierende Meute damit zu erreichen.
Einsatz von Risern, Swooshes und Reverse-Becken beim Übergang in eine anderen Part (z.B. in die Bridge oder den Refrain)
Durchsetzungsfähige Kick, oft mit Ducking-Bass (gerne Sägezahnbass)
Bass-Drops
Eurodance-Synthesizer die Sägezahn-Akkorde spielen
Döpp Döpp Döpp (oft genutzte Gesangshook, gerne im Chor mit einschlägiger Melodie)
Höre ich mir die „echten“ Ballermann-Hits mal an, stelle ich fest dass da i.d.R. doch mehrere Akkorde als nur C-Dur+Dominante(G)+Subdominante(F) und 120-130 BPM vorhanden sind… faszinierend ist, dass Mickie Krauses „Schatz schenk mir ein Foto“ sogar aus 9 Akkorden (mit Tonartwechsel) besteht. Es handelt sich aber ausschließlich um Dur- und Moll-Akkorde.
In fast jeder modernen Ballermann-Produktion sind die folgenden Elemente zu hören:
Beispiel: Schatzi Schenk mir ein Foto
Gemessen: 140 BPM (also kein 125 – 130 weil Herzschlagrythmus)
Tonart: A Dur / nach Tonartwechsel H Dur Es handelt sich also nicht um C-Dur, wie es oft für Ballermann Hits behauptet wird.
Harmonien
Wenn man sie auf einer Gitarre nachspielt, hören sich die Harmonien fast so an, als seien sie einem spanischem Gitarrenlied entsprungen.
Intro
A, E, D, E
Bridge-Akkord
C#m
Strophe
2x (F#m, E, Hm)
Bridge Refrain (… hast du ein Foto oder hast du ne Nummer dabei)
Tonartwechsel (… die Stühle in den Himmel… [Riser Sound Drums weg und wieder einblenden])
Refrain 2 Halbtöne höher (auf H, F#, E, F#) gesungen mit „La la la lalalala“ – und dann noch 3x normal
Outro
Bleibt auf H-Dur, endet mit Applaus und Gejubel Samples und einer Explosion auf dem letzten Bass-Drum-Hit (evtl. auch mit Bass Drop)
Fürchterlich uninstrumental aber sehr erfolgreich 🙂 . Wer also gerne als Ballermann-Star 300 Tage im Jahr auf der Bühne (oder auf einer Bierkiste) stehen möchte muss als Referenz mind. einen Ballermann-Hit landen. In allen Videos von Mickie akquiriert er haufenweise Frauen damit der frivole Textteil neben der Alkoholverherrlichung zur Geltung kommt
Mickies Produktionen
Ich habe ein YouTube-Video entdeckt, in dem Mickie bei XTREME SOUND in Köln ist:
Mickie bekommt bestimmt Vergünstigungen wenn er Werbung für XTREME SOUND macht 🙂 … er ist aber nur einer von vielen Chartplatzierern die von dieser Firma produziert wurden.
Auf der Website von XTREME SOUND findet man einen ganzen Haufen bekannter und unbekannter Künstler. Im Grunde hat alles den selben Sound/die selbe Lautheit. DJ Ötzi, Möhre, Almklausi u.v.m. stehen auf deren Liste – alles keine namenlosen Künstler.
Ohne die Songs von Xtreme Sound hätten die Deutschen wohl weniger zu feiern, denn das Studio allein steht für etwa dreiviertel aller Stimmungs-Hits.
Tipps der Macher hinter Mickies Hits
Zum Arrangement:
Seine Kompositionen reicht Pfeil mal unaufgefordert bei Tonstudios ein, mal wird er für Auftragsproduktionen für konkrete Künstler angefragt. Im Durchschnitt erreichen Xtreme Sound so Woche für Woche 20 neue Titel, von denen die allermeisten jedoch mangels Aussicht auf Erfolg nicht veröffentlicht werden. Um die 70 Songs produziert das Studio pro Jahr, wobei den Machern mit ihrer jahrelangen Erfahrung und dem Wissen um aktuelle Trends oft die optimale Kombination aus Künstler, Song und Produktion gelingt. Ein Riesenmarkt im nationalen Musikgeschäft. Mit ganz eigenen Regeln.
Zum Text (Nummer 5) – Die Leute müssen sich den Ref. aufs T-Shirt drucken wollen…
„Beim Schlager ist die Melodie wichtiger und die Texte drehen sich mehr um die Themen Partnerschaft und Liebe. Bei Ballermann-Liedern ähneln sich viele Songs und haben einen schnellen Beat. Dafür kommt’s hier mehr auf den Text an.“ Gerade der Refrain muss so sein, dass die Leute sich wiedererkennen und damit identifizieren können. „Am besten ist er so geil, dass sie sich ihn aufs T-Shirt drucken lassen würden“, so Pfeil.
Ballermann-Hits bestehen fast ausschließlich aus Synthesizer-Klängen und Riser-Sounds, haben aber oftmals mehr als nur 3 Akkorde. Das ultimative funktionierende Rezept gibt es nicht. Der Sound und die Texte sind bei vielen Stücken ähnlich, da XTREME SOUND in Köln zwei Drittel der Ballermann-Stars produziert, mixt und mastered.
Mal abgesehen von der Produktion gehört ein natürliches Talent Menschen zu animieren dazu. Wer den Pausenclown in der Schule markiert hat, sollte damit gute Voraussetzungen mitbringen. Wer zusätzlich eine Gleichgültigkeit gegenüber der Tatsache hat, dass er ausschließlich vor betrunkenen Menschen spielen wird und viel harte Arbeit investieren möchte, ist hier richtig – obgleich die Erfolgschancen aufgrund zahlreicher Newcomer nicht besonders hoch sind. Mickie Krause hat z.B. für seine Videos 20 Strandschönheiten aufgegabelt und dazu animiert sich mit ihm zum Affen zu machen :-). Wer eher im stillem Kämmerchen Musik prodziert und Songs writet, wird nicht besonders weit kommen.
„.. auf Mallorca wird darüber entschieden, welche Lieder zum Hit werden…“
Pfeil von XTREME Sound Köln
Zitat aus dem Forum: „Wer woran scheitern möchte, ist jedem selbst überlassen. Fakt ist – diese Musikrichtung ist alles andere als einfach! „
Kennt Ihr noch die Game Boy Version von Super Mario? Richtig das war Super Mario Land! Dieses Spiel hat etliche Stunden meiner Lebenszeit in jungen Jahren verbrannt. War es am Pausenhof nicht damals eine Ehre behaupten zu können, man habe das Spiel bereits durchgezockt? Ich kann mich an die Game Boy Zeiten erinnern, in denen fieberhaft Tipps, Tricks und Geheimnisse für das Durchspielen ausgetauscht wurden.
Super Mario Land Theme – von mir nachgespielt auf dem Keyboard mit Quadrat-Oszillator
Als ich den nachgespielten Theme nun einem Bekannten zeigte, der angab früher auch im Super Mario Rausch gewesen zu sein, kam zunächst die Frage:
„Ist das aus dem Game oder hast du dir das selber ausgedacht?“
Meine erste Vermutung ich hätte den Theme dermaßen unkenntlich nachgespielt, dass ein eingefleischter Super Mario Fan ihn nicht erkennen kann, erwies sich dann Gott-sei-Dank als falsch. Mein Bekannter besaß keinen Game Boy. Er kannte nur den typischen NES-Theme von Super Mario Bros., welcher tausendfach im Internet nachgespielt wurde/wird (von Nintendo Sound Designer „Koji Kondo“). Interessant ist, dass der Theme von Super Mario Land eigens für die Game Boy Version komponiert wurde, auch wenn er nicht direkt für den Quadrat-Ausgang einer Spielekonsole konzipiert ist.
Der Komponist vom Super Mario Land Main Theme ist der Japaner „Hirokazu Tanaka“, welcher zu der Zeit viele Soundtracks für Nintendo verfasst hat, wie z.B. auch die Musik von Tetris. Das Album mit der Original-Musik von ihm findet man hier:
Es handelt sich hierbei um den ersten Titel „MARIO ADVENTURES I (Main BGM #1)„. Da die Stücke aber scheinbar nicht per se für eine Nintendo Konsole entwickelt wurden, dauert es eine Weile bis man ihn wirklich erkennt.
Wenn man einen Ohrwurm hat, möchte man ihn am liebsten gleich nachspielen. Mir ging es jetzt so mit dem 70er Hit „Light My Fire“ von „The Doors“. Ich hatte diesen schon lange nicht mehr gehört, doch auf einmal dudelte er wieder im Kopf rum. Was sich zunächst leicht anhört, entpuppt sich aber als kleinen Turnakt auf der Klaviatur 🙂 . Nach einigem Probieren kam ich zu diesem Ergebnis:
Nachgespieltes Keyboard Intro: The Doors – Light my fireDie Noten gibt mir Cubase leider nicht so schön aus wie erwartet :-/
Der bekannteste Quadrat-Ausgang ist wohl der monophone PC Speaker / PC Piepser. Aber auch der Game Boy nutzt einen Quadrat-Ausgang, was man lustigerweise beim Nachspielen von Nintendo Melodien wie Tetris oder Super Mario sofort hört. Ich habe hier ein Beispiel gepostet, in dem ich eine bekannte Melodie (welche ist es???) spiele:
Ein Remix ist im EDM Sinne oftmals eine Zerstückelung eines existierenden Liedes in einzelne Teile, welche im Anschluss in anderer Weise arrangiert werden, so dass eine Abwandlung des ursprünglichen Liedes oder ein völlig neues Lied entsteht.
Mein Sohn (mittlerweile 5) hat auf einem Handyvideo in Kindersprache in mein RHODE Kondensatormikrofon „gerappt“, was ich dann verwenden wollte um einen Remix zu machen.
Ich habe für den Gitarrensound das erste Mal heruntergeladene Impulsantworten eines Engl-Verstärkers in REVerence (Faltungs-Hall) genutzt, anstelle den Sound von „Guitar Rack“ oder des BIAS FX VST Amps.
Manchmal muss man sich ein paar virtuelle Bandkollegen dazuzaubern 😀
Die Onkelz-Lieder in meinem Kopf, die sich eingebrannt hatten, flackerten mal wieder in meinem Gedächtnis auf … Ich habe dann über den Gesang von Kevin Russel nachgedacht und über die Art, wie er die Wörter betont. Anschließend kam dieses Lied heraus:
Verse 1
Es sind die gleichööön Gedanken die immer wieda käääährn alte Gefühgöööö die meinen Geist verwirrn wir ham uns lang nicht mehr geseh’n weiß nicht mehr wer ihr seid denke oft an diese Zeit in Freundschaft und auch Streit
Bridge 1 Ihr seid jetzt Master, Bachelor, Doktor oder noch Student und sitzt an euren Plänen während eure Zeit verrinnt
Ref 1 Jeder Mensch wär gerne mehr als er wirklich ist Macht euch davon frei Das Leben zieht vorbei Vielleicht war ich der erste doch ich bleib dabei Geht euch mal erholen und der Rest bleibt uns gestohlen
Verse 2 Wir sind die gleichööön Personen die sich zusammen schwörn die alten Gedanken solln niemals wieder kehrn wir ham uns früher oft geseh’n und ich weiß wer ihr seid willst nichts mehr davon wissen von uns’rer alten Zeit
Bridge 2 Jugendsünden, Flausen und wir hatten trotzdem Spaß wir saßen oft zusammen und manchmal rauchten wir Gras
Ref 2: Mancher Mensch ist oft mehr als er zu seien scheint Jetzt erfüllt ihr eure Pflicht mit nem entschlossenem Gesicht Vielleicht war ich der erste doch ich bleib dabei Geht euch mal erholen und der Rest bleibt uns gestohlen
Solo
Man mag geteilter Meinung über die Band „Böhse Onkelz“ sein, man mag auch heute abstreiten in einer post-pubertären Jugendphase gesteckt zu haben, wo man die Texte intensiv auf Parties mitgegrölt hat … eventuell denkt man über Menschen die so etwas heute tun sogar eher negativ, obwohl – sind wir mal ehrlich – die Texte (bis auf die ersten zwei Alben) keineswegs irgendwie daneben (rechtsradikal) sind.
In meinem Kopf geistern heute immer noch die Onkelz-Lieder herum, auch wenn ich diese seit Jahren nicht mehr gehört habe. Ich könnte heute immer noch „Mexiko“, „Wir ham noch lange nicht genug“ – aber auch weniger „populäre“ Lieder wie „Könige für einen Tag“, „Gestern war heute noch morgen“, „Wenn wir einmal Engel sind…“ u.v.m. mitsingen. Dazu habe ich zugegeben nicht mehr die Gelegenheit, da sich durch den Umzug vom Dorf in die Stadt und den Wandel des alten Freundeskreises solche Parties / Musik-Zelebrierungen nicht mehr ergeben.
Wovon handeln also die Texte, wenn sie nicht rechtsradikal sind? Aus dem Gedächtnis heraus würde ich sagen:
Die Wehr gegen Rufschädigung und übler Nachrede durch …
Medien (verbreiten nur Lügen über uns … okay das sagt ja Donald Trump auch)
andere Bands (im Hip Hop wird sich ja auch ständig gedisst)
Die Ärzte: „zwischen Störkraft und den Onkelz steht ne Kuschel-Rock LP“
Rausschmiss von Onkelz Fans bei Toten Hosen Konzerten
Campino: „..ich nehme der Band ab dass sie sich von ihrere Rechtsphase distanziert hat…“ (siehe hier)
Selbstbeweihräucherung (machen die Toten Hosen und Ärzte ja auch ständig)
Liebe, Schmerz, Freundschaft, Depressionen, Sinn des Lebens …
Anprangern von negativem, destruktivem Verhalten, Neigungen, Philosophien oder Lebensweisen
Zum Propsteifestival in Johannisberg habe ich persönlich eine besondere (Schall-)Verbindung, da ich mich der Musik aufgrund der Berglage des Propsteischlosses und der fast ungebremsten Schalllinie zu meinem Haus schwer entziehen kann. Ich wohne nun seit fast 10 Jahren hier und es hat zeitlich oder wetterabhängig leider selten gepasst dort mal einen Blick zu riskieren, obwohl ich die Musik eigentlich gut finde.
Rückblick auf 2015: Der erste Besuch
Vor 2 Jahren wollte ein Bekannter eine heimische, hier weniger bekannte Fuldaer Metal-Band (Mercury Falling) sehen, was dann auch der ausschlaggebende Punkt war dem Festival mal einen Besuch abzustatten. Er erzählte mir, dass die Band (Mercury Falling) mit Edguy/Avantasia zusammen in der Nähe des Flugfeldes in Sickels seinen Proberaum hat. Nun waren wir also dort, und ich habe mir Mercury Falling angehört. Die Band betonte, dass sie sich wie „ein Fremdenführer durch ihr Programm“ fühle, da hier so wenig Leute wären und sie woanders wohl bekannter sind. Mal abgesehen davon, dass ich eine solche Aussage eher in eine narzistische Ecke stecke, war sie handwerklich recht gut und es hat metalmäßig ordentlich gegroovt. Ich habe mir auch anschließend eine CD gekauft, habe diese allerdings nie angehört, da ich wohl doch eher was mit der melodiösen Metalecke anfangen kann.
Was mich dann allerdings begeistert hat, war die Nachfolgeband „Kissin‘ Dynamite“, die ich vorher nicht kannte und die mich mit ihrem „Glam Metal“-Stil und ihren melodiösen, grellen Stimmen und coolen Gitarrenriffs begeistert hat. Aus diesem Grund kaufte ich mir auch ein Album über Amazon-Music, das ich im Auto dann einige Male hörte. Später sah ich dann, dass sie eine Woche nach dem Propsteifestival in München im Olympia-Stadion mit KISS und Metallica gespielt haben.
Rückblick auf 2016: Kann ich nichts zu sagen :/
Da hat mal wieder meine Urlaubszeit mit den Festivalzeit kollidiert und ich konnte 2016 nicht am Festival teilnehmen…
Ein anderer Bekannter von mir hörte zu diesem Zeitpunkt die durch Seiler und Speer angesagten österreichischen Rockbands, die im Stil eher durch handgemachte Musik mit echten Instrumenten (Kontrabass, Violinen…) und ihrem sprachlichem Akzent hervorstechen. Da hätte es sich doch super angeboten zu Django 3000 zu gehen, die auch mittlerweile auf größerem Festivals wie dem Open Flair 2017 spielen. Leider war mein Bekannter an dem Tag dann verhindert und ich kam gerade aus dem Urlaub zurück…
Das war der Festival-Samstag 2017
Nachdem ich am Freitag auf einen 40. Geburtstag eingeladen war, versuchte ich mich zunächst für den Samstag zu motivieren. Dieses Mal spielte am Samstag allerdings eine Coverband von Phil Collins/Genesis, welche vom Musikgenre her wohl doch eher das ältere Publikum anspricht. Ich hätte am Freitag lieber Speedswing gesehen, die mich durch ihre eingängigen YouTube-Videos überzeugt haben und noch so unbekannt sind, dass sie nicht mal einen Wikipedia-Eintrag haben :-).
Als Kind und Kegel dann im Bett waren und ich den Soundcheck hörte, fing ich allerdings an zu überlegen ob ich nun doch mal nach Johannisberg hochfahre oder nicht…
Dann warf ich den ersten Blick auf die Propstei-Webcam, welche mit 20-minütiger Verzögerung (das geladene Bild ist immer 20 Minuten plus/minus eine Minute alt) das Stalken des Festivalgeländes im Minutentakt erlaubt:
Ich konnte mich noch nicht sofort entscheiden, ob ich ein Phil Collins Cover unbedingt sehen möchte und verpasste daher die ersten 1.5h Stunden. Ich stieg ins Auto und fuhr dann die 5 Minuten, die ich von zu Hause aus brauche, hoch. Währenddessen hörte ich mir lautstark ein Manowar-Album an, denn ich stimme mich gerade auf die Manowar-Abschiedstour „The final battle“ ein :-).
Als ich oben ankam, gingen die ersten älteren Herrschaften schon wieder zum Auto. Ich fragte am Eingang wie lange die Band noch spielt, die meinten „so eine Stunde“, nahmen 10 EUR Eintritt von mir und wünschten mir viel Spaß.
Im Innenhof angelangt musste ich mich bei der Abenddämmerung erstmal von dem wunderschönen farbenprächtig, beleuchtetem Ambiente berieseln lassen:
Es war gerade Pause aber das alte Propsteischloss in schimmernden Farben fand ich sehr beeindruckend.
Es gab darüber hinaus eine Cocktailbar (hier der grün beleuchtete Stand), ein Getränkeverkauf und ein Stand mit Gegrilltem.
In der Mitte steht, wie bei jedem Konzert, das Licht- und Tontechnikzelt, dessen Veranstalltungstechnik von Musik Bode gestellt wird. In dem Musikgeschäft hatte mir mein Vater vor 20 Jahren damals meine erste Gitarre, die immer noch an meiner Wand hängt, gekauft :-).
Das Publikum war wie erwartet eher der Ü45-Generation zuzuordnen, daher gab es verdammt wenig Versuche für Stage-Diving-Aktionen.
Die Band selber bestand aus 11 Leuten, und hat ihr Programm in einer professionellen Qualität runtergezogen und versucht die Leute zu animieren (vorne waren auch schon einige Rollstuhlfahrer dabei).
Was ich an der Musik als Phil Collins-Laie beeindruckend fand ist, das man doch sehr viele 80er-Jahre-Titel kennt (ach das war auch von dem..?), obwohl ich nur Land of Confusion, Invisible Touch und „I can’t dance“ sofort zuordnet konnte. Im Allgemeinen hat mir die Band trotzdem gut gefallen. Das bischen Nieselregen (scheint ein Fluch über der Propstei zu den Festivalzeiten zu sein) hat dieses Mal kein bischen gestört.
Fazit zum Proposteifestival:
Das Propsteifestival findet in einem sehr schönen Ambiente statt und hat des öfteren auch Newcomer-Bands im Line-Up, die sich kurze Zeit später auch höherer Bekanntschaft erfreuen. Leider hatten die Veranstalter nicht jedes Jahr Glück mit dem Wetter, so dass das eine oder andere Festival mal indirekt ins Wasser gefallen ist. Durch seine Verlegung in die wärmere Sommerzeit haben sich diese Probleme mittlerweile relativiert. Ich würde eigentlich viel öfter zu den Bands vorbeischauen die mich interessieren, aber auch hier trifft mich der Propsteifluch regelmäßig.
Alles in Allem lohnt sich ein Besuch und ich kann eine Teilnahme auch aufgrund der günstigen Eintrittspreise wärmstens empfehlen :-).