Alle Beiträge von Björn Karpenstein

Diplom Informatiker, Programmierer, Musikbegeisterter

Web DAW – Die browserbasierte DAW

Ein Song entsteht selten an einem einzigen Rechner. Der Groove kommt vom Drummer, die Bassline vom Bassisten, der Gesang aus einem dritten Wohnzimmer. Genau dafür habe ich Web DAW gebaut: eine Digital Audio Workstation, die komplett im Browser läuft. Niemand muss etwas installieren, kaufen oder einrichten, um an einem gemeinsamen Musikprojekt mitzuarbeiten.

Die Idee ist einfach: Ich lege ein Projekt an und gebe es weiter. Wer es bekommt, öffnet es im Browser, hört, was schon da ist, und nimmt seinen Teil dazu auf. Dann reicht er es an den Nächsten weiter. So wächst ein Song Spur für Spur, egal wo die Beteiligten sitzen und welchen Rechner sie haben.

Das Problem: Zusammenarbeit scheitert oft an der Software

Wer schon einmal mit anderen Musikern an einem Song gearbeitet hat, kennt die Hürden:

  • Unterschiedliche DAWs: Der eine arbeitet mit Cubase, die andere mit Logic, der Dritte mit Ableton. Projektdateien lassen sich untereinander nicht öffnen.
  • Installation und Lizenzen: Eine vollwertige DAW kostet Geld, braucht Speicherplatz und oft Administratorrechte. Auf dem Firmenlaptop oder im Proberaum-PC geht das nicht mal eben.
  • Plugins und Versionen: Fehlt beim Gegenüber ein Plugin oder die passende Version, klingt das Projekt plötzlich anders – oder lässt sich gar nicht laden.
  • Dateichaos: Am Ende werden einzelne WAV-Dateien per Mail verschickt, jemand muss sie von Hand an die richtige Stelle legen, und niemand weiß mehr, welche Version die aktuelle ist.

Das Ergebnis: Viele gute Ideen bleiben als Handy-Sprachmemo liegen, weil der technische Aufwand größer ist als die Lust aufs Musikmachen.

Die Idee: Ein Projekt, das von Hand zu Hand wandert

Web DAW braucht nur einen aktuellen Browser – am besten Chrome oder Edge – und eine Internetadresse: webdaw.de. Das Audio-Interface wird direkt im Browser erkannt, die Aufnahme läuft lokal auf dem eigenen Rechner. Nichts wird installiert, nichts muss freigeschaltet werden.

Das Herzstück für die Zusammenarbeit ist die Projektdatei. Ein Klick auf „Speichern“ packt alles in eine einzige ZIP-Datei:

  • alle Spuren mit Lautstärke, Panorama, EQ- und Effekt-Einstellungen,
  • jede Audioaufnahme verlustfrei als WAV-Datei,
  • jeden MIDI-Part als Standard-MIDI-Datei, dazu die Einstellungen der Instrumente,
  • Tempo, Locatoren und Ansicht.

Diese eine Datei schicke ich per Mail, Messenger oder Cloud-Ordner weiter. Wer sie öffnet, sieht und hört das Projekt genau so, wie ich es gespeichert habe – und kann sofort seine eigene Spur dazulegen. Weil die Klangerzeuger und Effekte Teil von Web DAW sind, gibt es keine fehlenden Plugins und keine Versionskonflikte.

So läuft die Zusammenarbeit in der Praxis

Zusammenarbeit mit Web DAW: vier Stationen, eine ZIP-Datei

Zwischen den Stationen wandert nur die Projektdatei, und jede Station braucht nichts außer dem Browser. Wer später noch eine Gitarre oder ein Synth-Pad ergänzen möchte, steigt einfach in die nächste Runde ein. Die MIDI-Parts lassen sich bei Bedarf auch in Cubase oder einer anderen DAW weiterverwenden.

Was Web DAW heute schon kann

Web DAW orientiert sich bewusst an der Arbeitsweise von Cubase, damit sich erfahrene Musiker sofort zurechtfinden.

BereichFunktionen
AufnahmeMono- und Stereospuren über das Audio-Interface, Overdub während die anderen Spuren laufen, automatischer Latenzausgleich, Metronom
ArrangementTimeline mit Takten, Locatoren und Cycle, Clips und Parts verschieben, kopieren, duplizieren, Mehrfachauswahl per Rahmen
Audio-BearbeitungClips nicht-destruktiv kürzen, Schnitte auf Nulldurchgängen, Fade-in und Fade-out
InstrumenteWebSynth mit 8 Oszillatoren, DrumSynth mit Kick, Snare, Clap, HiHat und Becken
MIDIKey-Editor mit Raster, Quantisierung und Anschlagstärke, Drum-Noten als Rauten
MixerKanäle mit Fader, Panorama, Mute/Solo, 4-Band-EQ, Inserts (Reverb, Delay, Compressor, Distortion)
ProjekteSpeichern und Laden als ZIP mit WAV- und MIDI-Dateien, Mixdown als WAV

Ehrlich gesagt: Was noch nicht geht

Web DAW ist ein junges Projekt, und ich möchte keine falschen Erwartungen wecken:

  • Kein gleichzeitiges Arbeiten: Zusammengearbeitet wird nacheinander, indem die Projektdatei geteilt (Button „Teilen“) oder weitergegeben wird. Zwei Leute können nicht live im selben Projekt sitzen.
  • Kein automatisches Speichern: Das Projekt liegt nur im Browser-Tab. Wer nicht speichert, verliert beim Schließen seine Arbeit.
  • Kein Cycle-Recording: Beim Aufnehmen läuft die Aufnahme linear durch, mehrere Takes pro Durchlauf gibt es noch nicht.
  • Keine fremden Plugins: Effekte und Instrumente sind fest eingebaut. Dafür klingt jedes Projekt bei allen gleich.
  • Browser: Am zuverlässigsten läuft Web DAW in Chrome und Edge, und nur über eine sichere Verbindung (https).
  • Betriebssystem: Ich habe mehrere Rechner und die Latenz scheint auf einem Apple-Gerät am geringsten zu sein.

Gerade das gleichzeitige Arbeiten steht ganz oben auf meiner Liste: Ein gemeinsamer Projektraum, in dem neue Spuren der anderen automatisch auftauchen, wäre der nächste große Schritt. Dazu kommen MIDI-Keyboards zum Einspielen und eine Wiederherstellung nach einem Absturz.

Ausprobieren und mitmachen

Web DAW läuft unter webdaw.de – einfach öffnen, „Audio starten“ klicken und loslegen. Am besten schnappst du dir gleich einen Bandkollegen: Leg einen Groove an, speichere das Projekt und schick es weiter. Dann sieh zu, wie dein Song mit jeder Runde wächst.

Mich interessiert, wie ihr Web DAW nutzt und was euch beim gemeinsamen Musikmachen fehlt. Schreibt es mir in die Kommentare – die nächsten Funktionen entstehen genau aus diesem Feedback.

Beerthrower Professional (3D-Spiel im Browser)

Intention

Das ist eine Spinnerei, die ich schon länger hatte. Ein Bayer in einem Festzelt schiebt ein Bier über den Tisch und am Ende muss es einem anderem Bayer in den Mund kippen. Hier nun als 3D-Spiel im Browser.

Spiel

Am Besten klickt ihr rechts unten im Spielebreich auf die Vollbild-Taste und spielt es an einem Desktop-Computer.

https://www.capri-soft.de/beerthrower

Video

Geräte identifizieren über Web Audio API / Audio-Fingerprint / Nutzer identifizieren über Audiosignal / AliExpress-Methode zur Geräteidentifikation

Intention

Dieser Artikel zeigt einen Beispielcode um über die Web Audio API den Fingerprint eines Gerätes zu identifzieren. Bitte beachten Sie, dass die Identifikation nicht mit den Richtlinien der DSGVO-konform ist, daher sollte sie nur zu lokalen Testzwecken genutzt werden.

Ich wurde durch den folgenden Heise-Artikel auf das Audio-Fingerprinting aufmerksam:

https://www.heise.de/news/AliExpress-trackt-Nutzer-via-unhoerbarem-Audio-Fingerprinting-11424127.html

Grundidee: Was wir messen

Wir nutzen die Web Audio API, um:

  • ein synthetisches Signal zu erzeugen (Oszillator),
  • es durch einen DynamicsCompressorNode zu schicken,
  • das Ergebnis in einem OfflineAudioContext zu rendern,
  • aus dem fertigen Audiopuffer einen Zahlwert zu berechnen, der vom Gerät abhängt.

Dieser Zahlwert ist der Audio-Fingerprint für das Gerät und kann genutzt werden um das Geräte eindeutig zu identifizieren.

Warum das pro Gerät anders ist

  • Floating‑Point‑Arithmetik unterscheidet sich je nach CPU/Instruction‑Set.
  • Browser‑Engine (Chromium, Gecko, WebKit) implementiert DSP leicht unterschiedlich.
  • Audio‑Stack des OS kann Einfluss haben, je nach Implementierung.

Das Ergebnis: derselbe Code → auf Rechner A ein anderer Wert als auf Rechner B, aber bei Rechner A stabil über viele Aufrufe.

Code

<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
  <meta charset="utf-8" />
  <title>Audio-Fingerprint Test (OfflineAudioContext)</title>
  <style>
    body { font-family: system-ui, sans-serif; margin: 2rem; }
    button { padding: 0.5rem 1rem; font-size: 1rem; }
    #result { margin-top: 1rem; font-family: monospace; }
  </style>
</head>
<body>
  <h1>Audio-Fingerprint Test</h1>
  <p>
    Diese Seite erzeugt einen <strong>OfflineAudioContext</strong>, rendert ein festes Signal
    und berechnet daraus einen Fingerprint-Wert. Es wird <strong>kein Ton abgespielt</strong>
    und <strong>keine Daten übertragen</strong.
  </p>

  <button id="run">Fingerprint berechnen</button>
  <div id="result"></div>

  <script>
    async function getAudioFingerprint() {
      // 1 Kanal, 5000 Frames, 44100 Hz
      const sampleRate = 44100;
      const length = 5000;
      const offlineCtx = new OfflineAudioContext(1, length, sampleRate);

      // Oszillator als Testsignal
      const osc = offlineCtx.createOscillator();
      osc.type = 'triangle';
      osc.frequency.value = 10000; // 10 kHz

      // DynamicsCompressor verstärkt Floating-Point-Unterschiede
      const comp = offlineCtx.createDynamicsCompressor();
      comp.threshold.value = -24;
      comp.knee.value = 30;
      comp.ratio.value = 12;
      comp.attack.value = 0.003;
      comp.release.value = 0.25;

      osc.connect(comp);
      comp.connect(offlineCtx.destination);
      osc.start(0);

      // Offline rendern (kein Audio-Ausgang)
      const buffer = await offlineCtx.startRendering();
      const data = buffer.getChannelData(0);

      // Aus einem festen Bereich eine kompakte Zahl ableiten
      const start = 4500;
      const end = 5000;
      let sum = 0;
      let hash = 0;

      for (let i = start; i < end; i++) {
        const v = Math.abs(data[i]);
        sum += v;
        // einfache Hash-Mischung
        hash = (hash * 31 + Math.floor(v * 1e6)) >>> 0;
      }

      return {
        rawSum: sum,
        hash: hash.toString(16).padStart(8, '0')
      };
    }

    document.getElementById('run').addEventListener('click', async () => {
      const resultEl = document.getElementById('result');
      resultEl.textContent = 'Berechne...';

      try {
        const fp = await getAudioFingerprint();
        resultEl.innerHTML =
          '<p><strong>Roh-Summe:</strong> ' + fp.rawSum.toFixed(6) + '</p>' +
          '<p><strong>Hash (hex):</strong> ' + fp.hash + '</p>' +
          '<p>Auf demselben Gerät sollte dieser Wert relativ stabil sein, ' +
          'auf anderen Geräten/Browsers unterschiedlich.</p>';
      } catch (e) {
        resultEl.textContent = 'Fehler: ' + e;
      }
    });
  </script>
</body>
</html>

Neues Projekt: Tabulaturen.de – Der kostenlose Online-Tab-Editor

Features

Hier eine Übersicht aller Features der aktuellen Version:

  • Instrumente & Stimmungen
    • Gitarre: 6-saitig (Standard, Drop D, Open G, Halbton tiefer), 7-saitig (Standard, Drop A), 8-saitig (Standard, Drop E)
    • Bass: 4-saitig (Standard, Drop D), 5-saitig (Standard)
    • Saitenzahl/-dicke passt sich automatisch an
  • Notenraster-Editor
    • Klicken zum Auswählen, Zifferneingabe (0–24) für Bundnummern, auch zweistellig
    • Pfeiltasten-Navigation, auch ohne aktive Auswahl (setzt dort fort, wo zuletzt gewählt wurde)
    • Rücktaste/Entf löscht eine Note
    • Akustisches Feedback (Tonvorschau) beim Eintippen einer Note
    • Fokus-Logik: Tippen in ein externes Textfeld hebt die Tab-Auswahl auf; Dropdowns/Buttons, die mit der Auswahl arbeiten, lassen sie bestehen
  • Rhythmus/Notenwerte
    • Viertel, Achtel, Sechzehntel – jeweils auch punktiert
    • Vierteltriole, Achteltriole, Sechzehnteltriole, Sixtole, Septole
    • Automatische Notenhälse, Balken und Tuplet-Klammern
    • Neue Schritte übernehmen automatisch den Notenwert des zuvor eingefügten Schritts (bis manuell geändert)
  • Takt & Tempo
    • Taktarten 4/4 (Standard), 3/4, 6/8, 2/4, 7/8, 5/4 – je Takt wählbar, wirkt für den ganzen Takt
    • Globales Tempo (BPM) plus Tempo-Markierungen an einzelnen Schritten (gelten bis zur nächsten Angabe)
    • BPM-Anzeige im Notenblatt-Kopf und beim Drucken
  • Artikulationen
    • Hammer-On, Pull-Off, Slide (mit Zielnote), Slide Up, Slide Down (frei, ohne Zielnote)
    • Tapping, Tremolo, Vibrato, Release
    • Bends: ¼, ½, Ganzton, 1½, Doppelbend
    • Dead Note (x), Let Ring
    • Harmonic/Flageolet, Pinch Harmonic
    • Downstroke (⊓), Upstroke (V)
    • Palm Mute: manuell je Schritt oder als dauerhafter Modus (neue Noten automatisch gedämpft, bis deaktiviert)
  • Wiedergabe
    • Web-Audio-Synthese mit Zupf-Klang, berücksichtigt Zählzeiten, Tempowechsel, Taktarten und Triolen/Tuplets korrekt
    • Artikulationsgerechte Klänge: echte Bend-/Slide-/Release-Pitchverläufe, Vibrato-LFO, Tremolo-Nachschlagen, perkussiver Dead-Note-Sound, oktavierter Harmonic-Klang, weicher Legato-Anschlag, Downstroke/Upstroke-Akzent, verlängertes Let Ring
  • Optik
    • Weißes Papier-Notenblatt-Design (Songsterr-artig) auf dunklem Werkstatt-Hintergrund
    • Mehrere Systeme/Takte untereinander wie ein echtes Blatt, inkl. Taktnummern und Taktart-Anzeige
  • Drucken
    • DIN-A4-Ansicht mit identischer Notation (Notenhälse, Tuplets, Artikulationen, Taktarten, Tempo) wie am Bildschirm
    • Titel, Autor, Tempo, Datum im Druckkopf
  • Server-Speichern/Laden (eigenes PHP/MySQL-Backend)
    • Speichern mit Titel, Autor, IP-Erfassung, Captcha-Schutz (bildbasiert, tokenbasiert)
    • Suche mit Anfangsbuchstaben-Filter, Autor-Filter, Titel-Type-Ahead
    • Zeigt standardmäßig nur die neueste Version jedes Songs; Aufklapp-Pfeil zeigt bei Bedarf ältere Versionen
    • Versionierung: erneutes Speichern nach dem Laden erzeugt automatisch eine neue, verknüpfte Version – die alte bleibt erhalten
    • Sicherheitsabfrage (Ja/Nein) vor „Alles löschen“
    • Aufklappbarer Bereich „Laden / Speichern / Einbinden“ (standardmäßig zugeklappt)
  • Einbetten
    • Embed-Modus per URL-Parameter (?embed=1&id=...): zeigt nur Notenblatt, Abspielen- und Drucken-Button
    • Button „Vollständig auf Tabulaturen.de öffnen“ (neuer Tab, volle Editor-Ansicht)
    • Ein-Klick-Kopieren von Einbettungscode: HTML/iFrame, WordPress (Custom-HTML-Block), phpBB-BBCode, reiner Link

Einbetten

https://www.tabulaturen.de/?embed=1&id=7

Makrotonale Musik als Antwort auf den Hype um mikrotonale Musik (Hype: Angine de Poitrine)

Intention

Seit Angine de Poitrine als französisches Duo für mikrotonale Musik das Internet im Sturm erobert hat, erleben wir eine aktuell scheinbar nicht enden wollende Welle der Aufmerksamkeit für mikrotonale Musik, die zwischen den 12 regulären Halbtönen spielt.

Dabei werden die 12 Halbtöne in feinere Töne unterteilt (z.B. 24 Halbtöne), so dass das temperierte System in seiner Reinheit bewusst verlassen wird um neue Klangwelten zu erschaffen.

Ich habe mir überlegt, was wohl eine Antwort auf den Hype um mikrotonale Musik sein könnte und kam auf den Begriff „Makrotonale Musik„, die die vorhandenen 12 Halbtöne auf Töne auf eine reduzierte Auswahl von Tönen zwischen 2 – 11 projeziert.

Problem

Alle bekannten Tasteninstrumente sind auf die 12 Halbtöne des temperierten Systems abgestimmt, so dass es nicht möglich ist Töne zwischen diesen Halbtönen zu spielen. Es ist somit nicht möglich sich einen Eindruck über ein Ton-System zu verschaffen, bei dem die Oktave in 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 Töne unterteilt wird.

Prämisse

Um einen Eindruck über eine solche Unterteilung zu erhalten, legen wir die Oktave des Tonintervalls zwischen C4 (261,63 Hz) bis C5 (523,25 Hz) fest.

Lösung

Für Experimente mit makrotonalen Systeme (2-11-Tonsystem), welche eine Projektion der 12 Halbtöne auf reduzierte Töne mit äquidistanten Abständen ermöglichen, wurde ein Web-Synthesizer entwickelt, welcher unter der folgenden URL erreichbar ist:

https://www.tabulaturen.de/makrotonal.html

Mit diesem Synthesizer lassen sich Experimente auf makrotonalen Tonsystemen durchführen.

Die Erweiterung auf mikrotonale Skalen bis 30 hab ich hier in einer neueren Version entwickelt:

https://www.tabulaturen.de/mikrotonal.html

Video-Demonstration

Eine sehr knappe Video-Demonstration, die die Funktionsweise kurz zeigt, findet sich hier:

Mechanik: Übersetzung von Zahnrädern berechnen

Wenn ein kleines Zahnrad, welches von einem Motor angetrieben wird, ein großes Zahnrad antreibt, entsteht eine Untersetzung:

  • Das große Zahnrad dreht sich langsamer, aber mit viel mehr Drehmoment / Drehkraft.
  • Der Motor muss weniger Kraft aufbringen, weil sein Zahnrad mit kleinerem Radius einen mechanischen Vorteil erzeugt.
  • Man bekommt also mehr Zugkraft, aber weniger Geschwindigkeit.

Das ist exakt das gleiche Prinzip wie bei einem Fahrrad:

  • Kleines Ritzel vorne, großes Ritzel hinten → leicht zu treten, aber langsam.

Klein treibt groß = geringere Drehzahl, höherer Drehmoment. Das nutzt man, wenn man Drehmoment / Drehkraft braucht statt Geschwindigkeit.

Groß treibt klein = höhere Drehzahl, weniger Drehmoment. Das nutzt man, wenn man Geschwindigkeit braucht statt Kraft.

Beispiel zur Vorstellung

Angenommen:

  • Motorzahnrad: 10 Zähne
  • Lastzahnrad: 50 Zähne

Übersetzung:

5010=5

Das bedeutet:

  • Die Last bekommt 5× mehr Drehmoment
  • Der Motor muss nur 1/5 der Kraft aufbringen
  • Die Last dreht sich 5× langsamer

Animation

Über den Link gibt es Animationen mit 3 relevanten Beispielen für die eigene Vorstellung:

  • Ein kleines Zahnrad treibt ein großes an
  • Ein noch kleineres Zahnrad treibt ein noch größeres Zahnrad an
  • Ein großes Zahnrad treibt ein kleines Zahnrad an.

https://www.gearsket.ch/#b3ca64f5d4b87bf9

IKEA Skådis Hack: Skadis Lochplatten ohne Bohren mit 3D-Druck von MakerWorld befestigen / Desk Mount / Tischhalterung

Video

Modell für den 3D-Druck

In diesem Video zeige ich euch, wie ihr eine IKEA Skadis Lockplatte ohne Bohrungen befestigen könnt, indem ihr einen 3D Druck von Makerworld verwendet:

https://makerworld.com/de/models/91990-ikea-skadis-desk-mount

  • IKEA Skådis Hack
  • Skådis ohne Bohren
  • 3D‑Druck Modell
  • MakerWorld Skådis
  • Desk Mount / Tischhalterung

Gewinde-Kennbuchstaben und -arten, Bedeutung, Typ & typische Anwendungen

Was bedeutet bei Schrauben M3, M4, M3x4, E27 usw … ?

Der Buchstabe M steht für ein metrisches ISO-Gewinde, welches zylindrisch und mit 60° geneigt ist. die Zahl 3 (bei z.B. M3) für den Gewindedurchmesser von 3 mm. Die Schreibweise M3x4 bedeutet, dass die Gewindelänge einer M3-Schraube 4 mm beträgt.

Nachfolgend ist eine tabellarische Übersicht weiterer häufiger Gewinde-Kennbuchstaben und wo sie typischerweise verwendet werden.

Gewinde‑Kennbuchstaben, Bedeutung, Typ & typische Anwendungen

Kenn­buchstabeBedeutung / NormsystemTyp / ProfilBeispielTypische Verwendung / Anwendungsfälle
MMetrisches ISO‑Gewindezylindrisch, 60°M6Maschinenbau, Elektronik, Metallbau, Möbelbau, Automobil, 3D‑Druck, Gerätebau – das am weitesten verbreitete Gewinde weltweit
GWhitworth-Rohrgewinde (BSPP, parallel)zylindrisch, 55°G 1/4Sanitär‑ und Wasserinstallationen, Druckluftsysteme, Hydraulik (mit Dichtungen), Armaturen
RWhitworth-Rohrgewinde (BSPT, konisch)konisch, 55°R 1/8Metall‑Rohrverbindungen, Druckluft, Flüssigkeiten, Gasleitungen – abdichtet über das Gewinde
NPT / NPTFAmerikanisches Rohrgewindekonisch, 60°1/4‑NPTÖl & Gas, Hydraulik, Pneumatik, US‑Industrieanlagen, Kompressoren, Wasserfilter (USA)
UNC / UNF / UNEFUnified Thread Standard (USA)zylindrisch, 60°1/4‑20 UNCMaschinen aus den USA, Flugzeugbau, alte Harley‑Teile, Kamera‑/Stativgewinde (UNC), Militärnormen
TrISO‑Trapezgewindezylindrisch, 30°Tr 12×3Spindeln, Linearantriebe, Schraubstöcke, Hubvorrichtungen, CNC‑Z‑Achsen, mechanische Verstellungen
SSägengewindeasymmetrischS 20×5Einseitig hoch belastete Antriebe, z. B. Spritzgussmaschinen, Pressen, hohe Axiallasten
RdRundgewinderundes ProfilRd 40×1/6Feuerwehr‑Kupplungen, Glühlampenfassungen (historisch), Eisenbahn, Schlauchkupplungen, robuste Verbindungssysteme
PgPanzerrohr‑GewindezylindrischPg 16Alte Elektroinstallationen, Kabelverschraubungen (heute ersetzt durch metrisch M‑Gewinde)
EEdison‑GewindeSpezialprofilE27Lampenfassungen weltweit (E14, E27, E40), Haushalts‑ und Industrielampen

Schraubkopfarten mit Kategorie, Form & Verwendung

Kategorie Kopfart Form / Beschreibung Typische Verwendung
Nicht‑versenkende Köpfe Linsenkopf / Button Head Rund, flach, niedriger Kopf Sichtbare Schrauben, Elektronik, allgemeine Montage
Pan Head (Flachrundkopf) Leicht gewölbt, flache Unterseite Universalschrauben, Blech, Elektronik
Rundkopf / Round Head Vollständig rund gewölbt Sichtbare Verschraubungen, allgemeine Befestigungen
Kuppelkopf / Domed Head Stark gewölbt, dekorativ Möbelbau, Designschrauben
Truss / Mushroom Head Sehr breiter, flacher Kopf (große Auflage) Dünne Bleche, Kunststoff, Abdeckungen
Binding Head Breiter, niedriger Rundkopf Elektroarbeiten, Buchbindung, Kabelbefestigung
Mechanische Hochlastköpfe Flanschkopf / Flange Head Kopf mit integrierter „Washer“‑Auflage Maschinenbau, Metall, höhere Lastverteilung
Sechskantkopf / Hex Head Sechskant für Schlüssel/Werkzeug Kfz, Mechanik, Konstruktion – hohe Drehmomente
Cheese Head / Zylinderkopf Zylindrisch, breitere Seitenfläche Maschinenbau, Elektronik (klassische Maschinenschrauben)
Fillister Head Hoher, schmaler Zylinderkopf mit tiefem Schlitz Elektrogeräte, Präzisionsmechanik
Versenkende Köpfe Senkkopf / Flat Head (CSK) Flacher Kopf, konische Unterseite → bündig Holz, Möbel, Metall – bündige Montage
Linsen‑Senkkopf / Oval Head / Raised CSK Oben leicht gewölbt, unten konisch Dekorativ bündig, Innenausbau/Möbel
Bugle Head (Trompetenkopf) Sanfter, trompetenförmiger Übergang unter dem Kopf Trockenbau/Gipskarton – verhindert Aufplatzen
Spezial‑ & Sicherheitskopfarten Eye / Hook Head Öse oder Haken anstelle eines Kopfs Aufhängungen, Drahtseile, leichte Befestigungen
Grub / Headless (Madenschraube) Kopflos, meist Innensechskant Stell‑/Klemmschrauben, Wellen‑Naben‑Verbindungen
Carriage Head (Vierkant‑Kragen) Halbrund + Vierkant unterm Kopf (gegen Mitdrehen) Holzbau (z. B. Zäune, Möbel), verhindert Mitdrehen
Security Heads (Torx Security, Spanner, Tri‑Wing …) Manipulationssichere Köpfe/Antriebe Elektronik, öffentliche Geräte, Diebstahlschutz

Mixing und Mastering Seminar mit Holgar Steinbrink

Alle meine Mitschriften

In der Seitenleiste hatte ich folgendes notiert:

Welche Effekt werden überhaupt für Send-Effekte genutzt (De-Esser?), Hall oder Delay?

Q-Link

Mitt Q-Link im Mixer werden alle Fader verknüpft, so dass diese gemeinsam runtergezogen werden können.

  • Am Anfag soll man aufpassen, dass die Main-Stimme deutlich zu hören ist
  • RAW-Mix-Lautstärkeregler ist das „wichtigste Instrument“ für das Mixing
  • Die Stimme muss deutlich zu hören sein
  • Danach kommt erst Bass und Schlagzeug
  • Im Panorama unangetastet: Bass+ Kick stets in der Mitte
  • Die Signal-Chain ist stets die gleiche:
    • Pre-Sektion im e-Strip
      • Kompressor: -20 dB -° Oberhalb -20 dB arbeitet der Kompressor
      • Ratio: Wie stark wird das Signal abgesenkt z.B. 4:1 oder unendlich:1