Der Bau eines Gartenhauses auf einem Stadtgrundstück. Was muss beachtet werden?

Die Schritte bis zum Bau des Gartenhauses

  1.  Planung
    1. Welches Gartenhaus?
      1. Baumarktqualität? Haus ist billiger gibts aber bei geringeren Wandstärken schnell nach und knarzt. Nach 8 Jahren kann ein Baumarkthaus auch den Geist aufgeben.
      2. Schreinerqualität? Ein richtiger Holzbaubetrieb bietet nicht nur individuell zugeschnittene Häuser, sondern auch durchaus stabilere Häuser, die weder knarzen noch nachgeben (Gegelehntest!!!)
    2. Wo soll das Gartenhaus hin?
      1. Nachbarn fragen (sieht der Nachbar ein Problem?)
        1. Nachbarschaftsverhältnis? Würde mich der Nachbar anschwärzen?
        2. Schriftliche Genehmigung vom Nachbarn einholen oder wecke ich schlafende Hunde?
      2. Abstand vom Nachbargrundstück
    3. Zulässige Innenraumgröße (i.d.R. 30 m³)
      1. Unterstände zählen mit in den Innenraum
      2. Dachüberstände ohne Pfosten zählen nicht mit zum Innnenraum
  2. Das Fundament mit Zugang/Weg
    1. Der Grundriss des Gartenhäuschens muss bereits vorliegen
    2. Soll nachher Strom im Gartenhaus sein? Ja: Erdkabel ins Fundament legen!
    3. Streifen- Punkt- oder Betonfundament?
  3. Bau der Gartenhauses
    1. Das Fundament muss in Waage sein
    2. Das Erdkabel wird an die gewünschten Stellen gelegt, an denen später eine Elektroinstallation sein soll und
    3. Eine Aufbauanleitung ist vorhanden
    4. Der Anbieter baut Haus selber auf
  4. Gartenhaus streichen
    1. 3 verschiedene Farben notwendig
      1. WR Grund:
        1. den Dachkasten zuerst streichen
        2. dann von unten nach oben bis der WR Grund alle ist
      2. Die Öl Lasur (z.B. in Farbton Eiche) streichen
      3. UV Schutz streichen
  5. Die Elektroinstallation
  6. Der Fußboden
    1. PVC Boden, Bodenlack oder Kunstrasen

Dokumentation

Wo soll das Häuschen hin?

Da gibt es doch in fast jedem Garten eine etwas dunklere Ecke (z.B.) durch höhere Bäume, die aber irgendwie leer aussieht. Man weiß nicht was man damit machen soll und eigentlich hat man auch nicht zu viel Platz im eigenen Haus. Da könnte man doch auf die Idee kommen ein Gartenhaus zu errichten….

Eine geeignete Ecke wäre auch diejenige, bei der die Nachbarn am wenigsten meckern würden, oder wo bereits ein Weg (wie auf dem Bild unten rechts) vorhanden ist.

Welches Fundament?

In der Regel hat man bei einem Gartenhaus die Wahl zwischen 3 verschiedenen Fundamenttypen.

  1. Punktfundament
  2. Streifenfundament
  3. Betonfundament

In meinem Fall haben wir uns für ein Streifenfundament entschieden, da es relativ kostengünstig einen stabilen Halt gibt und eine seitliche Durchlüftung von unten erlaubt, so dass die Wahrscheinlichkeit geringer ist das Schimmel entsteht. Ein solches Fundament hat hier von der Firma  knapp 1000 EUR gekostet:

Zusätzlich haben wir uns einen Betonweg legen lassen, damit der Garten beim Betreten im Regen nicht all zu knatschige Schuhe und somit braune Fußspuren im Haus verursacht. Die Platten sieht man unten:

Doch bevor der Weg gelegt wurde, habe ich noch von der Garagenelektrik ein Erdkabel, wovon man 60 Meter für ca. 40 EUR bekommt, bist zum Anfang des Weges gelegt.

Hierfür musste ich die Abzweigdose in der Garage öffnen und Kabelrohre zwecks der schönen Optik bis zum Loch aus der Garage, das ich gebohrt habe, installieren.

Das Erdkabel habe ich dann anschließend in den Weg einarbeiten lassen. Da die Abstellkammer, in der ich die Verteilung machen wollte, auf der Rechten Seite ist, habe ich wie am Bild unten zu sehen das Kabel zwischen der rechten Randplatte und der zweiten von Rechts herauslegen lassen:

Lieferung und Bau des Gartenhäuschens

Anschließend wurde das Häuschen geliefert, welches ich aufbauen lassen habe. Der Aufbau kostete insgesamt 1800 EUR und war innerhalb eines Tages erledigt.

Vorbereitung der Elektroinstallation im Innenraum bevor (!!!) der Fußboden reingelegt wird.

Bevor der Gartenhausbauer den Fußboden einarbeitete, bat ich ihn mir die Kabel an die vorgesehenen Stellen zu ziehen.

  • Die Hauptzuleitung/Hauptverteilung wird also in den Geräteraum rechts gelegt
  • Von der Hauptverteilung werden weitere Kabel neben die Türen gelegt, wo man i.d.R. einen Lichtschalter erwartet
  • Von der Hauptverteilung werden Kabel zu den Ecken gelegt, an denen man eine Steckdose haben möchte

 

Das Streichen des Gartenhauses

Für ca. 300 EUR habe ich direkt beim Gartenhausbauer 5 Dosen Farbe gekauft, die er mir empfohlen hat zu verstreichen.

  • 1x Dose WR Grund
    • Imprägniert das Holz und schützt es gegen Feuchtigkeit.
    • Zuerst den Dachrahmen streichen (also oben den Kranz) und anschließend von unten nach oben bis die Farbe alle ist
    • trocknen lassen
  • 2x Dose Öl Lasur mit Eichfarbton
    • Am Besten von Oben nach unten Streichen, damit keine Tröpfchen auftauchen
    • Einen breiten Pinsel benutzen der sich hier besonders eignet
    • Wenn man das Häuschen nachher dunkler haben möchte, streicht man einfach nochmal alles nach.
    • trocknen lassen
  • 2x Dose UV Schutz
    • Der UV Schutz wird von oben nach unten auftetragen. Diese Schicht schützt vor allem vor Sonne und Verwitterung, ist zunächst leicht glänzend aber mattiert sich nach einigen Monaten

Das Ergebnis sah dann so aus:

Bei frisch zugeschnittenem Holz kann es vorkommen, das Harzstellen entstehen, die man noch Zeitnah abtupfen kann wenn man in den ersten Tagen gelegentlich einen Blick hineinwirft:

Die Elektroinstallation

Zunächst habe ich im Hauptraum eine Feuchtraumabzweigdose neben der Tier installiert, von der aus ich eine Steckdose mit Lichtschalter und eine Lampe über Kabelrohre und Kabelschellen weitergeführt habe. An der Stelle vom Verteilkasten rechts unten im Bild kamen 4 Leitungen raus, weswegen ich einen breiteren Kabelkanal benutzt habe:

Anschließend habe ich eine LED Leuchtstoffröhre installiert, einen Doppelschalter (für das Licht draussen und drinnen) mit einer Steckdose verbunden und über eine Abzeweigdose (in nachfolgenden Bild oben) nach außen gebohrt um die Außenlampe möglichst unsichtbar anzubringen.

Zusätzlich legt ich an jede Wandseite eine Steckdose.

Als Außenscheinwerfer entschied ich mich für einen Halogenscheinwerfer, welcher bis zu 8000 Lumen bietet. Um ihn nach Bedarf zu neigen habe ich ein flexibles Gummikabel von der Abzweigdose im Häuschen rausgelegt.

Fazit

Das Ergebnis kann sich allgemein sehen lassen:

Über Björn Karpenstein

Diplom Informatiker, Programmierer, Musikbegeisterter

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